Allgemeines
Alle drei großen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) hatten im Laufe der Geschichte ein zwiespältiges Verhältnis zum Hund. Auf der einen Seite von Antipathie geprägt, gab es auch Sympathie für meist ganz bestimmte Hundetypen. Jüdische Gelehrte unterschieden beispielsweise genau zwischen Straßenköter (negativ besetzt) und Haushunden (durchaus geachtet).
Warum das so ist, lässt sich nur klären, wenn man sich vor Augen hält, dass alle drei großen Religionen ihren Ursprung im Mittleren Osten haben. Schaut man sich die historischen Lebensverhältnisse der Hunde in dieser Region an, stellt man fest, dass viele Darstellungen über den Hund im Mittleren Osten oft nur ein vereinfachtes Abbild der gesellschaftlichen Beziehungen der Völker untereinander waren. Alle Religionen haben sich, besonders in der negativen Bewertung des Hundes, immer wieder gegenseitig beeinflusst.
» Die Ägypter, von denen ja bekannt ist, dass sie Hunde durchaus achteten, setzten die damals zahlreich vorhandenen Streuner mit der Unterschicht gleich. Beide, Hund und Mensch der Unterschicht, galten als unsauber und waren nach Meinung der Herrschenden Ursache für die Verbreitung so mancher Krankheit. Insbesondere die Paria-Hunde waren jahrhundertelang eine Plage im Reich am Nil. Von einem ägyptischen Vizekönig aus dem 9. Jahrhundert wird berichtet, er habe ein ganzes Schiff mit diesen Hunden gefüllt und im Nil versenken lassen.






