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Beutegreifer Hund

Der Hund ist, wie seine wilden Verwandten ein Beutegreifer, sprich Jäger. Die Vielfalt der Jagdmethoden innerhalb der Familie Canidae ist beachtlich und hat wohl auch zum Erfolg dieser Gruppe beigetragen (siehe auch » Fossilgeschichte).

Vom Einzelgänger (Eisfuchs), der Paarbildung (Mähnenwolf) bis hin zur Rudeln mit bis zu 20 Tieren (Wildhunde) ist alles möglich. Doch zeichnet die Gattung Canis, zu der der Hund gehört, noch eine Besonderheit aus. Selbst innerhalb einer Art (z.B. Wolf oder Dingo) ist diese Anpassungsfähigkeit vorhanden. Je nach wechselndem Nahrungsangebot und dem Jagdobjekt, können die Größen der Gruppen stark variieren. Diese Flexibilität im Sozialverhalten bedeutet einen unschätzbaren Vorteil gegenüber konkurrierenden Raubtieren. Einem Löwenrudel gelingt es schwerlich, bei kleiner werdendem Nahrungsangebot, das Rudel in kleinere Einzelteile zu zerlegen, oftmals verendet das ganze Rudel. Der Afrikanische Wildhund dagegen, tut dies und findet sich nach Verbesserung der Lebensbedingungen wieder zur vorherigen Rudelstärke zusammen. Gleiches beobachtet man bei Dingos und Wölfen.

Diese Anpassungsfähigkeit war wohl einer der Gründe, die es dem Hund vor Jahrtausenden ermöglichte eine Beziehung zum Menschen aufzubauen, denn der Mensch zeigt hier die gleiche Flexibilität wie der Hund.

Alleskönner und Spezialisten

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Der Wolf ist ein Alleskönner. Die Jagdmethoden des Wolfs sind vielfältiger als bei allen anderen Caniden. Bei einem im Rudel jagendem Raubtier erfüllt jedes Individuum eine ihm zugeteilte Aufgabe. Vom Fährteaufnehmen und verfolgen, dem Beschleichen der Beute, dem Hetzen und abtrennen einzelner Tiere aus der Gruppe, dem Angriff und schließlich das Töten des Opfers.

Der Hund hat diese Vielseitigkeit geerbt. Diese breite Begabung des Wolfes machte es dem Menschen möglich gezielt Hunde zu züchten die auf ihrem Gebiet wahre Spezialisten sind und hier die Leistungen des Wolfes noch übertreffen. Viele Eigenschaften des Wolfes auf der Jagd wurden so bei der Züchtung der heutigen Jagdhunde genutzt. Vorstehhunde zeigen heute noch das Verhalten des Wolfes, wenn er auf der Pirsch auf eine potentielle Beute trifft. Die Eigenschaft der Wölfe, ein Beutetier durch das Rudel einzukreisen, nutzte man bei der Züchtung der modernen Hütehunde. Bei der Züchtung der modernen Apportierhunde wird das beim Wolf vorhandene „Zurücktragen des erlegten Beutetieres in den Bau, als Futter für Mutter- und Jungtiere“ genutzt und verstärkt.