Definition
Die Rangordnung legt den individuellen Freiheitsgrad des eigenen Verhaltens im Umgang mit dem Sozialpartner und den Zugang zu bestimmten Objekten und Ressourcen fest.
Allgemeines
Hunde und Wölfe sind Rudeltiere und können nur in einer streng geordneten Hierarchie leben. Seit jeher bilden die Mitglieder dieser Gruppe eine Jagd- und Ernährungsgemeinschaft. Entgegen der landläufigen Meinung wird ein Wolfsrudel nicht von einem Leitwolf geführt, sondern von einem Alpha-Rüden und einem Alpha-Weibchen. Zwischen erwachsenen Wölfen unterschiedlichen Geschlechts besteht, bei gleicher oder ähnlicher Rangposition, keine Dominanzbeziehung.

Der Wolf
Grauwolf
Quelle: Hemera
In einem Wolfsrudel existieren zwei soziale Rangordnungen, eine für die Rüden und eine für die Weibchen. Erwachsene Wölfe vermischen kaum verschiedene Antriebe in ihrem Verhalten, sondern sie kaschieren in manchen Situationen ihre wahre Absicht. Das kaschieren (lügen) allerdings beherrscht der Haushund auch... » Der Wolf versucht mit dem Älterwerden jede Gelegenheit zu nutzen das Rudel zu übernehmen. In Gefangenschaft aufgewachsene Tiere beziehen den ihnen anvertrauten Menschen mit ein, und das mit aller Härte.
Der Hund
Nala
© Miguel Moreno
Hunde bilden seit dem frühsten Welpenalter ein feste Rangordnung, die nicht Geschlechts- spezifisch ist. Wie bei den Wölfen im Welpenalter, vermischt auch der erwachsene Hund verschiedene Antriebe.
Das ausgelassene Spiel zweier Rüden kann urplötzlich in die Klärung der Rangfrage umschlagen und umgekehrt. Dieses Vermischen im Erwachsenenalter ist eine Domestikationserscheinung. Der Hund hat auch als Erwachsener dem Menschen gegenüber eine hohe Bereitschaft zur Unterordnung. Die Rangposition innerhalb der Gruppe ist dem Hund nicht so wichtig. Der Hund hat (im Normalfall) nicht nötig in der Ranghirachie nach oben zu klettern um zu überleben, zu fressen oder sich fortzupflanzen.
*Das es trotzdem zu Angriffen Hund-Hund oder Hund-Mensch kommt hat andere Ursachen...