Die auf der ganzen Welt gemachten Knochenfunde aus archäologischen Ausgrabungen ermöglichen es uns, auch ohne bildliche und schriftliche Überlieferungen Erkenntnisse zur Domestikation des Hundes und zur Hundehaltung aus vergangenen Zeiten zu erlangen.
Hundereste aus diesen Ausgrabungen liegen häufig nur als Knochenfragmente vor. Haar-, Fell- und Hautreste sind selten erhalten geblieben. Wichtig bei der Auswertung dieser Funde ist es, eine möglichst große Anzahl von Knochenfragmenten zu finden, um möglichst genaue Angaben machen zu können. Aber nicht nur Hundeknochen, sondern auch Überreste anderer Haus- und Wildtiere lassen sich in solchen Ausgrabungen finden und ermöglichen es, die verschiedenen Haus- und Wildtiere zu rekonstruieren. Aus diesem Grunde weiß man auch, dass der Hund das einzige Haustier ist, dessen Domestikation sich bereits während der Jäger- und Sammlergemeinschaften ereignet hat. Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine tauchen erst mit dem Sesshaftwerden und dem Ackerbau auf.




