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Im langobardischen Friedhof von Povegliano wurde in mitten von Menschenbestattungen des 7. Jahrhunderts ein Grab mit einem enthaupteten Pferd und zwei Hundeskeletten entdeckt. Einer der Hunde lag vor den Vorderbeinen des Pferdes, der andere lag hinter dem Pferd. Beide hatten den Kopf zum Pferd hin gerichtet.

Das Pferd wurde mit leicht nach oben gebogener und aufwärts gerichteter Halswirbelsäule begraben und scheint vor der Bestattung enthauptet worden zu sein. Diese ungewöhnliche Bestattungsitte war während der Völkerwanderungszeit in Europa weit verbreitet. Die Skelette der Hunde sind vollständig und weisen auf keine Anzeichen von Schnitt- und/oder Abhackungen vor dem Begräbnis hin. Es darf daher ausgeschlossen werden das sie als Nahrung dienten. Ein Schädel befindet sich in einem sehr schlechten Erhaltungszustand, einige kleinere Knochen fehlen, andere sind beschädigt und durch den Kontakt zum sandigen Boden zerbröselt.

Die Grube...

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Alter und Geschlecht der Hunde

Die Gebisse der beiden Hunde deuten darauf hin, dass es sich hier um zwei erwachsene Individuen handelt. Der Abrieb an den Zähnen ist so weit fortgeschritten, wie man das bei einem etwa 1 Jahr altem Tier erwarten dürfte. Der besser erhaltene Schädel vom hinteren Tier ist ganz ausgewachsen. Diesen Angaben zu Folge könnte es sich um noch junge, ungefähr ein Jahr alte, erwachsene Hunde handeln.

Eine Geschlechtsbestimmung unter berücksichtigt von Vergleichsmaterialien wurde vorgenommen, brachte aber keine eindeutigen Ergebnisse. Das vordere Tier könnte demnach männlich und das Hintere weiblich sein, es handelt sich hierbei aber nur um sehr wage
Vermutungen.

Größe der Hunde

Die zwei Hunde sind für die während der Völkerwanderungszeit nachzuweisenden Vergleichstypen ziemlich groß. Der vordere und der hintere Hund hatten zu Lebzeiten ungefähr eine Widerristhöhe von 63 und 64 cm.

Hundetyp

Der Hundetypus lässt sich nur durch Vergleiche mit vorhandenen Skelettresten anderer Fundorte feststellen. Die beiden Tiere von Povegliano gleichen sich untereinander sehr. Wie bereits erwähnt sind sie ziemlich groß, ihre Stirn ist leicht gewölbt, das vordere und obere Profil des Schädels ist genau wie das Basalprofil fast gerade. Die Langknochen sind schlank
wie bei den typischen Windhunden. Es handelt sich daher um nicht sehr spezialisierte Hunde, die einem Formenkreis angehören, zu dem auch die Windhunde zu zählen sind.

Quelle:
ALFREDO RIEDEL - Le inumazioni di animali della necropoli longobarda di Povegliano (Verona). - Tierbestattungen im langobardischen Gräberfeld von
Povegliano.